FVBUSICOULOUR 15
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Die Feuerwehren haben in unserer Zeit eine langjährige Tradition. In der benach­barten größeren Ortschaft Schneverdingen wurde bereits im Jahre 1895 eine Freiwillige Feuer­wehr gegründet. In den noch vorhandenen Unterlagen der ehemals selbständigen Gemeinde Zahrensen finden sich die ersten Aufzeichnungen über die Feuerwehr im Jahre 1901. Die weitere Entwicklung des Feuerwehrwesens in Zahrensen ist auch aus alten Unterlagen der Gemeinde Schneverdingen nachweisbar.

Laut einer preußischen Polizeiverordnung vom 27. Sept. 1901, betreffend die Regelungen des Feuerlöschwesens, soll in den Gemeinden, die noch keine Freiwillige Feuerwehr haben, eine Pflichtfeuerwehr gebildet werden. Die Pflichtfeuerwehren sollen zur Verstärkung der vereinzelt bestehenden Freiwilligen Feuerwehren dienen.

In einem Schreiben des Landrates des Kreises Soltau an den Gemeindevorsteher in Schneverdingen vom 04. Nov. 1901 empfiehlt der Landrat die Bildung einer Pflichtfeuerwehr mit der Gemeinde Zahrensen. Gleichzeitig bemerkt der Landrat, dass entsprechend der Polizeiverordnung der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schneverdingen gleichzeitig Brandmeister der Pflichtfeuerwehr wird. Aufgrund dieser Verfügung stimmt der Rat der Gemein­de Zahrensen am 21.12.1901 der Bildung einer Pflichtfeuerwehr mit der Gemeinde Schneverdingen zu. Gleichzeitig beschließt der Rat, der Feuerwehr einen jährlichen Beitrag von 20 RM zur Verfügung zu stellen. In einem Schreiben vom 04. Februar 1902 teilt der Gemeindevorsteher Lühr aus Zahrensen dies der Gemeinde Schneverdingen mit. Mit Verfügung vom 11. Febr. 1902 genehmigt der Landrat des Kreises Soltau die Bildung dieser gemeinsamen Pflichtfeuerwehr. Zum Brandmeister wird Willi Baden aus Schneverdingen ernannt.

In einer Verordnung des Landrates des Kreises Soltau vom 09. April 1902 bestimmt dieser, dass sich die Gemeinden gegenseitig Löschhilfe zu leisten haben. Unter lfd. Nr. 56 der Verordnung ist für Zahrensen bestimmt, dass unaufgefordert Löschhilfe im Umkreis von 7,5 km für folgende Gemeinden zu leisten ist:

Lünzen, Großenwede, Insel, Schneverdingen, Schülern, Sprengel, Schwalingen, Grauen. Darüber hinaus ist es bis zu einer Entfernung von 10 km nur nach Aufforderung Löschhilfe zu leisten für folgende Gemeinden:

Wesseloh, Wintermoor, Heber, Langeloh, Tewel, Ilhorn.

Diese Regelungen gelten für die betreffenden Gemeinden auf Gegenseitigkeit. Aufgrund der Verordnung über die Pflichtfeuerwehren bestimmt der Gemeindevorsteher von Schneverdingen am 26. April 1902, dass die Pflichtfeuerwehr Schneverdingen eine Stärke von insgesamt 308 Mann hat. Davon hat die Gemeinde Zahrensen 31 zu stellen.

Im Jahre 1906 ist die Pflichtfeuerwehr Schneverdingen bereits 404 Mann stark, davon nach wie vor 31 Mann aus Zahrensen. Aus einem Protokoll der Gemeinde Zahrensen vom 15. Dezember 1908 ist zu ersehen, dass die Bewilligung einer Beihilfe zur Anschaffung einer neuen Feuerspritze für die Pflichtfeuerwehr Schneverdingen einstimmig abgelehnt wurde.

In einer amtlichen Bekanntmachung des Landrates des Kreises Soltau vom 30. Juni 1928 weist dieser noch mal wegen aufgetretener Missstände ernsthaft darauf hin, dass alle männlichen Einwohner einer Gemeinde vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr verpflichtet sind, in die Pflichtfeuerwehr einzutreten. Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt und bei Übungen oder im Brandfalle nicht zur Verfügung steht, kann bestraft werden.

Im Jahre 1936 wird dann auf Veranlassung der neuen Reichsregierung der Feuerlöschverband Schneverdingen auf freiwilliger Basis gebildet. Die Bildung erfolgt am 31. August 1936 von den Gemeinden Schneverdingen, Insel, Lünzen, Großenwede, Ehrhorn, Schü­lern, Langeloh, Wintermoor und Zahrensen. Nach der Satzung hat der Verband den Zweck, das Feuerlöschwesen im Gebiet der angeschlossenen Gemeinden gemeinschaftlich so auszubauen und zu unterhalten, dass die Gemeinden jederzeit hinreichend geschützt sind. Dieses soll erreicht werden durch:

  1. gemeinschaftliche Unterhaltung der zu beschaffenden Feuerlöschgeräte,

  2. durch gemein­schaftliche Einrichtung und Unterhaltung eines Geräteraumes. Weiterhin soll Angelegenheit der einzelnen Gemeinden die Anlage und Unterhaltung der Wasserentnahmestellen bleiben. Die Gemeinde Zahrensen hat bei einer Einwohnerzahl von 231 = 2 Stimmen und einen Umlagebetrag von 173,25 RM für das Jahr 1937 zu zahlen. Insgesamt gehören dem Feuerwehrverband 6 339 Einwohner mit einem Gesamtumlageaufkommen von 4 754,25 RM an.

Laut Schreiben vorn 29. November 1937 stellt der Vorsitzende des Feuerlöschverbandes Schneverdingen fest, dass in der Gemeinde Zahrensen ausreichend Löschwasser vorhanden ist. Außer den natürlichen Teichen wurde ein neuer Hydrant gebaut.

Im Jahre 1941 wird dann ein neues Gesetz über das Feuerlöschwesen erlassen, nachdem jede Gemeinde eine Freiwillige Feuerwehr aufzustellen hat. Soweit dies nicht erfolgt, bleibt es bei der bisherigen Pflichtfeuerwehr. Daraufhin wird der Feuerlöschverband Schneverdingen auf seiner Sitzung vom 11. Febr. 1942 mit einer Mehrheit von 36 gegen 23 Stimmen aufgelöst. Der damali­ge Bürgermeister Renken aus Zahrensen hat gegen die Auflösung des Verbandes gestimmt.

Im Jahre 1942 beginnt damit die Geschichte der Freiwillige Feuerwehr Zahrensen.

13.03 1942 Der Rat der Gemeinde Zahrensen beschließt einstimmig, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Dies erfolgt bereits freiwillig, bevor eine gesetzliche Verpflichtung geschaffen wird. Gleichzeitig wird beschlossen, eine eigene Motorspritze anzuschaffen.

 


 

 

 
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